|
Astronomie war eigentlich schon immer eine meiner geheimen Vorlieben. Bereits in der Kindheit
faszinierten mich die Sterne - wahrscheinlich auch wegen meiner Vorliebe zu utopischen
Geschichten. Als Kind experiementierte ich mit den Utensilien meines Optik-Baukastens, mit denen
man ein Keplersches Fernrohr bauen konnte - die Ergebnisse waren nicht so bedeutsam.
Später verlor ich diese Neigung etwas aus den Augen. Erst seit ein paar Jahren entdeckte
ich sie wieder. Auslöser war ein Kurzurlaub in Zinnowitz auf Usedom, wo wir die dort
ansässige "Volkssternwarte" besuchten. Der junge Mann erklärte uns verständlich
die Grundbegriffe und zeigte uns Besonderheiten des herbstlichen Sternenhimmels. Damals stand
der Saturn so günstig, dass man selbst mit kleinen Hilfsmitteln die Ringe erkennen
konnte. Danach beschäftigte mich der Gedanke mehr und mehr und ich versuchte mit einfachen
Mitteln den Saturn auch zu Hause zu sehen.
Der Umzug in eine Dachterassenwohung ließ die Idee erneut aufleben, da man von unserer
Dachterasse fast einen Rundumblick hat. Nun beschäftigte ich mich intensiv mit der
derzeit verfügbaren Technik. Letztlich kam ich zu dem Entschluss, daß man an
der Technik nicht zu sehr sparen sollte, sonst ärgert man sich über die Ergebnisse
und verliert rasch die Lust. Also entschied ich mich nach langem Überlegen für ein
10" Schmidt-Cassegrain-Teleskop von Meade. Gleich nach unserem Urlaub bestellte ich es und
am 5.7.04 war es dann endlich soweit.
|